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Wie bin ich zum Bernhardiner gekommen?
Es fing alles damit an das mein zweiter Hund Unkas, ein Bull Mastiff an einer Magendrehung eingegangen ist. Nun tat sich für meine Familie und mich die Frage auf, was nun? Sollen wir uns einen neuen Hund anschaffen? Diese Frage wurde sehr schnell beantwortet. Ein Leben ohne Hund konnte sich niemand von uns vorstellen und so stellten wir uns die Frage welche Rasse es werden sollte.
Es sollte eine große, gutmütige, kinderliebe, nicht zu viel bellende, aber auch wachsame Rasse sein. Gab es solch eine Rasse überhaupt? Durch einen Zufall wurde ich damals auf ein am Straßenrand stehendes Schild aufmerksam, welches in einem Nachbarort unseres damaligen Wohnsitzes stand. Auf diesem Schild stand „St. Bernhards Zwinger vom Celler Schloß“ Ich erzählte meiner Familie abends davon und wir begannen erst einmal uns mit der Frage zu beschäftigen was das für Hunde sind. Leider fanden wir in der kynologischen Literatur nicht allzu viel über diese Rasse. Es entstand also der Wunsch bei der betreffenden Adresse einfach mal zu klingeln und zu fragen ob es möglich wäre sich die Hunde einmal anzusehen. Gesagt getan. Es öffnete ein älterer Herr, der uns sofort freundlich bat einzutreten und er sagte, dass er uns sehr gerne seine Hunde zeigen würde. Dieser Mann der uns damals so freundlich aufnahm und unsere bzw. vor allem meine Fragen mit Engelsgeduld beantwortete war Walter Kleinschmidt. Als wir nun durch seinen Flur gingen der über und über mit Pokalen und Ehrungen zugestellt war, hörten wir schon die Hunde und unsere Neugier und Spannung wuchs. Als Walter Kleinschmidt nun die Tür öffnete bot sich uns ein herrliches Bild welches ich nie vergessen werde. Eine der wohl schönsten Zwingeranlagen die ich je gesehen habe tat sich vor uns auf. Die Hunde hatten ein riesiges Grundstück zur Verfügung ca. 4000 qm. und da sah ich sie nun zum ersten mal. Riesige, majestätisch anmutende, wunderbar gepflegte Bernhardiner. Ich verliebte mich sofort in diese herrliche Rasse und es war um mich geschehen ich war mit dem Virus infiziert und mit Walter Kleinschmidt verbindet mich seit dieser Zeit eine wunderbare, fast väterliche Freundschaft. Er züchtet nun schon seit fast vierzig Jahren Bernhardiner und ist ein im In- und Ausland renommierter Züchter der mit seinen „Celler Hunden“ unzählige Ausstellungserfolge verbuchen kann. Seine Zuchtstrategie richtet sich aber nicht nur nach der „Schönheit“ der Hunde, sondern auch die Gesundheit ist ein elementarer Bestandteil seines Zuchtkonzeptes. So sind seine Hunde in Bezug auf Hüftgelenksdysplasie sicher mit die gesündesten im gesamten Bundesgebiet. Durch gezielte Selektion (Nur Zucht mit gesunden Hüften) ist es Ihm gelungen seine „Linie“ genetisch so zu stabilisieren, dass Tiere mit defekten Hüften in seinem Zwinger so gut wie gar nicht mehr vorkommen. All diese Tatsachen machten meinen Entschluss fest. Ich wollte einen Bernhardiner, und zwar einen vom Celler Schloß!
Walter Kleinschmidt hatte zur damaligen Zeit sogar zwei Würfe liegen, aber da ich gerne eine Hündin wollte musste ich bis zu seinem nächsten Wurf warten, da die Hündinnen aus den beiden liegenden Würfen schon versprochen waren.
Am 28.07.97 war es dann endlich soweit meine Isabella vom Celler Schloß wurde geboren.
Sie sollte meine Stammhündin werden, und ich sollte viele Zuchtschau Erfolge mit ihr erzielen werden. Aber der reihe nach. Da lagen sie nun, ein wunderbarer achter Wurf und ich war nun vor die Frage gestellt welchen Hund ich mir aus dem Wust heraus suchen sollten ich hatte freie Wahl da Walter aus diesem Wurf keinen Hund behalten wollte. Eigentlich hatte ich mir eine andere Hündin ausgesucht, aber Walter riet mir diese zu nehmen. Das war mein Glück. Ich hatte mich vor der Verpaarung schon ein wenig informieren können, da von meinem ersten Treffen mit Walter und dem Wurf bestimmt ein gutes halbes Jahr gelegen hat, in dem ich ihm sicher ganz schön auf die Nerven gefallen bin. Ich kam sehr oft bei ihm vorbei und fragte und fragte! Er hat sich aber davon nicht beeindrucken lassen und auf alle meine Fragen immer wieder geduldig geantwortet. Der Vater meiner Isa war Arco vom Celler Schloß
ein Sohn von dem Sieger Sando vom Geutenreuth, dessen Vater ein aus Italien aus Dr. Morsianis Zucht stammender Rüde war; Ercole del Soccorso. Mütterlicherseits stammte sie aus Diva vom Celler Schloß
einer im Kopftyp absoluten Spitzenhündin. Die wiederum aus der schönen Uschi vom Celler Schloß stammte. Ich habe mit dieser Hündin viele Ausstellungssiege erringen können, was den Virus natürlich noch mehr in mir entfachte.
Sie schenkte mir aber auch wunderbare Welpen. Ein Welpe lebt heute bei mir . Es ist Boa vom Klippstein
die in diesem Jahr Bundessiegerin wurde. Ich hoffe aus ihr ebenso gute und vitale Welpen ziehen zu können.
Isabella verstarb leider im Jahr 2002, in der fünften Woche tragend, an einer Magendrehung. Ich werde sie immer in guter Erinnerung behalten. Sie war eine wirklich wunderbare Hündin mit einem edlen weiblichen Ausdruck den ich hoffe in den nachfolgenden Generationen bewahren zu können.
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